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Ausstellung "Die Vierte Wand"

Fotoausstellung an den Hamburger Messehallen

Einen einzigartigen Blick in Deutschlands Theater- und Opernhäuser bietet die Fotoausstellung „Die Vierte Wand“ von Klaus Frahm. Diese wird vom 15. Juni bis 15. November 2016 an den Hamburger Messehallen, gegenüber Messeplatz 1, zu sehen sein. Im Zentrum der Bilder ist das leere Auditorium, bereit für die Vorführung. Seit 2010 fotografiert Klaus Frahm Theater- und Opernbühnen aus ungewöhnlicher Perspektive: Der Zuschauerraum wird umrahmt von der Bühnentechnik, die dem Publikum meist verborgen bleibt. Die Kamera nimmt die Sicht eines Schauspielers ein. Der Zuschauerraum selbst erscheint dadurch wie magisch auf die Bühne gestellt. Das Besondere dabei: Die Ausstellung kann Tag und Nacht kostenfrei angeschaut werden, quasi im Vorbeigehen an der Glasfassade der Messehallen entlang der Karolinenstraße. Nach den beiden Fotoausstellungen in den Vorjahren werden die Hamburger Messehallen damit zum dritten Mal in Folge mit über 100 Metern zur längsten Galerie in Hamburg – und das im Herzen der Stadt.

Drei Fragen an Klaus Frahm:

1. Wieso heißt die Ausstellung „Die Vierte Wand“?

Die „Vierte Wand“ ist ein Begriff aus der Theatertheorie und bezeichnet die Trennung von Bühne und Publikum. Die Schauspieler agieren als ob die Bühne ein geschlossener Raum wäre. Der Zuschauer bleibt durch die fiktionale Wand verborgen, zwischen Akteuren und Betrachter soll es keine Interaktion geben. Indem ich die Kamera direkt auf diese ‚vierte Wand‘ richte, vereint sich der Luxus des Auditoriums mit der kargen Bühne zu einem einzigen Raum, es entsteht eine alternative ‚vierte Wand‘.

2. Wie sind Sie auf die Idee dazu gekommen?

2010 habe ich ein neues Theater mit Blick vom hinteren Ende der Bühne in Richtung des Zuschauerraums gemacht. Auf der Rückfahrt erkannte ich beim nochmaligen Betrachten des Polaroids das Potential dieser Perspektive. Seitdem habe ich Opernhäuser und große Theater in Deutschland fotografiert.

3. Was ist das Besondere an Ihrer Ausstellung?

Meine Fotos zeigen die Theater- und Opernkulisse aus einem völlig neuen Blickwinkel. Auch den Besuchern verschiedener Hamburger Spielstätten erschließen sich mit der Ausstellung ganz neue Einblicke – auf den Fotos können sie beispielsweise das Deutsche Schauspielhaus, das Thalia Theater, das St. Pauli Theater, das Altonaer Theater, das Mehr! Theater sowie die Neue Flora aus einer anderen Perspektive sehen, nämlich von der Bühne aus.

Klaus Frahm
Klaus Frahm

Klaus Frahm, geboren 1953 in Hamburg, studierte Ethnologie und Publizistik. Seit 1980 arbeitet er als freier Fotograf. Den Schwerpunkt seiner Werke bildet die Architekturfotografie mit bisweilen politisch-ethischen und gesellschaftlichen Subtexten. Er lebt in Hamburg. Seine Bilder wurden international ausgestellt und finden sich in bedeutenden Sammlungen. Zahlreiche Beteiligungen an Büchern und monographische Werke. Weitere Informationen finden Sie unter www.art.klaus-frahm.de.

„Die Vierte Wand“: Ausgewählte Fotos aus der Ausstellung

  • Fotoausstellung "Die Vierte Wand" - ausgewählte Fotos
  • Fotoausstellung "Die Vierte Wand" - ausgewählte Fotos
  • Fotoausstellung "Die Vierte Wand" - ausgewählte Fotos
  • Fotoausstellung "Die Vierte Wand" - ausgewählte Fotos
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